Datenintegrationszentrum (DIZ)

In einer Welt, in der die Medizin vom digitalen Fortschritt profitiert und immer größere Datenmengen generiert werden, müssen Routinedaten aus der medizinischen Versorgung effizient, sicher und innovationsfördernd erschlossen, für die medizinische Forschung bereitgestellt und zur Beantwortung medizinischer Fragestellungen genutzt werden. Das NUM-DIZ-Projekt setzt auf den Vorarbeiten der Medizininformatik-Initiative (MII) auf, innerhalb derer an den meisten deutschen Universitätskliniken Datenintegrationszentren (DIZ) etabliert wurden, mit dem Ziel, die Datenbereit­stellung sowie die standortübergreifende Datenintegration und -analyse zu unterstützen. Im Rahmen des NUM-DIZ-Projekts bauen die bereits etablierten DIZ ihr Service-Portfolio kontinuierlich aus und erschließen neue Datenquellen.

Projektziele

Die an den DIZ der NUM-DIZ-Partner etablierten Infrastrukturkomponenten, Datenbestände und Datennutzungsregularien dienen dazu, im Zusammenspiel mit zentralen Komponenten aus NUM-RDP, dem deutschen Forschungsdatenportal für Gesundheit und weiteren in der MII entwickelten zentralen Komponenten, deutschlandweite Datennutzungsprojekte mit der (potentiellen) Datenbasis in der klinischen Versorgung erhobener Patientendaten von mittlerweile 38 NUM-DIZ-Partnern zu ermöglichen und damit wichtige Beiträge zum medizinischen Erkenntnisgewinn zu leisten. NUM-DIZ wird zusammen mit NUM-RDP, NUM-RACOON und weiteren NUM-Infrastrukturprojekten eine nationale Ressource bereitstellen, in der qualitativ hochwertige Gesundheitsdaten, Patientenpartnerschaften und Forschungsexpertise schnell vertrauenswürdige Antworten liefern, die die Gesundheitsversorgung verbessern können.

Lokal wird sich das DIZ zu einem umfassenden Forschungsinfrastrukturdienstleister entwickeln, der eine Vielzahl medizinischer Forschungsszenarien für die Forschung am Standort, insbesondere aber für die vernetzte Forschung über Standorte hinweg unterstützt. Jeder NUM-DIZ-Partner baut dazu eine effiziente technische, personelle und organisatorische Infrastruktur auf. Dadurch stehen flächendeckend an allen deutschen Universitätsklinika Infrastrukturen bereit, die eine vernetzte Forschung mit Gesundheitsdaten ermöglichen.

Datenintengrationszentrum
Datenintengrationszentrum
Datenintegrationszentrum
Datenintegrationszentrum
Principal Investigator und DIZ-Leiter
 Martin Boeker
Univ.-Prof. Dr. Martin Boeker
Lehrstuhlinhaber Medizinische Informatik
 Helmut Spengler
Dr. rer. nat. Helmut Spengler
Leiter des Datenintegrationszentrums